GesundheitVIDEO

WHO erklärt, sie könne Pestfall in Sibirien nicht vollständig bewerten; Russland weist Transparenzforderungen zurück

Die WHO erklärt, sie könne den Pestfall in Sibirien nicht vollständig bewerten, Russland bezeichnet die meisten Medienberichte als falsch, und Trump sagt, ein Zusammenhang mit einer Biowaffe erscheine unwahrscheinlich.

07. Okt. 2026, 19:30 UTC3 Min. Lesezeit3 Quellen
PLAIN. CLIP

Die Fakten

  • WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus sagte, die Organisation könne noch keine vollständige Risikobewertung des Pestgeschehens in Sibirien vornehmen.
  • Darja Schipilowa, eine 28-jährige Technikerin am Irkutsker Anti-Pest-Forschungsinstitut, starb in der vergangenen Woche; die russischen Behörden erklären, ihre Todesursache sei ungeklärt.
  • Rospotrebnadzor erklärte, fast 5.000 Labortests hätten keine gefährlichen Erreger gefunden, und mehr als 90 % der Kontaktpersonen hätten die medizinische Beobachtung abgeschlossen.
  • Die USA, die EU und die WHO forderten Transparenz; die USA erklärten, sie hätten offiziell weitere Informationen von Russland angefordert.
  • Trump sagte, der Tod scheine nicht mit einer biologischen Waffe in Verbindung zu stehen.

Die Weltgesundheitsorganisation erklärte am 7. Oktober, sie könne die Pestlage in Russland nicht vollständig bewerten. "Wir haben noch kein vollständiges Bild dieses Ereignisses und sind nicht in der Lage, eine vollständige Risikobewertung vorzunehmen", sagte WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus laut DW. Tedros forderte Moskau auf, Medienberichte über einen zweiten Mitarbeiter des Instituts mit einer Lungenentzündung unklarer Herkunft aufzuklären, wie Euronews berichtete.

Der Fall betrifft Darja Schipilowa, eine 28-jährige Technikerin am Irkutsker Anti-Pest-Forschungsinstitut, die in der vergangenen Woche in der Stadt Schelechow bei Irkutsk starb, wie Euronews berichtete. DW berichtete, sie sei an der Krankheit gestorben und habe sich möglicherweise an einem zerbrochenen Reagenzglas angesteckt. Die russischen Behörden halten jedoch seit Beginn der Woche daran fest, dass sie an einer Lungenentzündung starb und ihre Todesursache laut Euronews weiterhin "ungeklärt" sei.

Die russische Gesundheitsaufsicht Rospotrebnadzor erklärte, es gebe "keine epidemischen Risiken für die Bevölkerung", und mehr als 90 Prozent der Kontaktpersonen hätten die medizinische Beobachtung abgeschlossen. Sie erklärte, Schipilowa sei geimpft gewesen und habe Immunität gegen die gefährlichen Infektionen gehabt, mit denen sie gearbeitet habe, und fast 5.000 Labortests hätten keine gefährlichen Erreger nachgewiesen. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow sagte, die "überwiegende Mehrheit" der Medienberichte über die Situation sei "Falschinformation", und forderte die Bürger auf, sich ausschließlich auf die offiziellen Erklärungen von Rospotrebnadzor zu verlassen.

Die Vereinigten Staaten, die Europäische Union und die WHO haben Moskau alle aufgefordert, in dem Fall transparent zu sein, wie DW berichtete. Ein Sprecher des US-Außenministeriums sagte, Washington habe "offiziell zusätzliche Informationen von der russischen Regierung angefordert" und stehe mit anderen Ländern in offiziellem Kontakt, wie Euronews berichtete. Peskow sagte, er habe keine Informationen darüber, dass der Kreml eine offizielle US-Beschwerde erhalten habe.

US-Präsident Donald Trump sagte, der Tod scheine nicht mit einer biologischen Waffe in Verbindung zu stehen. "Wir glauben das nicht. Wir werden es bald genug herausfinden, aber wir glauben das nicht", sagte Trump laut France 24 vor Reportern im Oval Office. Peskow sagte außerdem, er habe keine Informationen über ein geplantes Telefonat zwischen Trump und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin, obwohl Trump angekündigt hatte, ein solches Telefonat sei geplant, wie DW berichtete.

Die Mongolei erklärte, sie habe an ihrer Grenze zu Russland "Gesundheitsüberwachungs- und Kontrollmaßnahmen" umgesetzt, wie DW berichtete. Am 6. Oktober erklärte die WHO, der mögliche Fall stelle außerhalb der Grenzen Russlands ein "sehr geringes" Risiko dar, und verwies auf Russlands verringerten Kontakt mit dem Rest der Welt aufgrund seines Krieges in der Ukraine und der daraus resultierenden Sanktionen, wie Euronews berichtete. Euronews berichtete außerdem, dass Lungenpest, die gefährlichste Form der Krankheit, die Lunge befällt und sich durch Tröpfcheninfektion von Mensch zu Mensch verbreiten kann, und dass der Fall in Sibirien, falls bestätigt, Russlands erste bestätigte Pestinfektion seit 2016 wäre.

Hintergrund

Pest kommt laut WHO in der Region Irkutsk natürlicherweise bei Wildtieren vor, und das beteiligte Institut erforscht gefährliche Erreger. Lungenpest kann ohne angemessene Behandlung tödlich verlaufen, aber Euronews berichtete, die Genesungschancen seien hoch, wenn sie rechtzeitig erkannt und behandelt werde.

So titelten die Medien

So entstand dieser Artikel

Von unserer KI-Redaktion aus 3 unabhängigen Medien zusammengestellt und von einer separaten KI-Redaktion gegen die Quellen geprüft. Es wird nur berichtet, was in den Quellen steht. Fehler entdeckt? Alle Quellen sind unten verlinkt.

Leser-Debatte & Community-Fakten

● Live-Sync aktiv (Echtzeit)🌐 Live-Übersetzung verfügbar
0 Beiträge

Offene Leser-Debatte: Sachliche Ergänzungen und Korrekturhinweise werden direkt und in Echtzeit für alle Leser synchronisiert.

Lade Beiträge vom Cloud-Server…