UN zufolge mindestens 109 Tote nach Kentern eines Migrantenboots vor Dschibuti
Das Boot hatte etwa 350 Menschen von Dschibuti nach Jemen an Bord, als es in der Nähe von Obock kenterte; rund 80 Menschen wurden gerettet, Dutzende werden vermisst, so die IOM.
Die Fakten
- Mindestens 109 Migranten, darunter 15 Kinder, starben, und Dutzende werden vermisst, teilte die IOM laut BBC mit.
- Das Boot war mit 350 Menschen an Bord von Dschibuti nach Jemen unterwegs, als es in der Nähe von Obock kenterte; rund 80 Menschen wurden gerettet, so die IOM.
- DW berichtete, die UN hätten mitgeteilt, mehr als 200 Menschen seien tot oder vermisst.
- Alle 80 Überlebenden waren äthiopische Staatsangehörige, berichteten beide Medien.
- Laut von BBC zitierten IOM-Zahlen starben 2025 auf derselben Route mehr als 900 Migranten oder gelten als vermisst.
Mindestens 109 Migranten, darunter 15 Kinder, sind gestorben, und Dutzende weitere werden vermisst, nachdem ein Boot vor der Küste Dschibutis gekentert ist, teilte die Internationale Organisation für Migration (IOM) laut BBC mit. Das Boot war mit 350 Menschen an Bord von Dschibuti nach Jemen unterwegs, als es in der Nähe der Hafenstadt Obock kenterte, so die IOM. Rund 80 Menschen wurden gerettet, teilte die IOM mit.
DW berichtete, die UN hätten mitgeteilt, mehr als 200 Menschen seien tot oder vermisst. BBC berichtete, die IOM habe erklärt, unter den geborgenen Leichen seien 52 Männer, 42 Frauen, neun Mädchen und sechs Jungen gewesen; DW berichtete von 52 Männern, 42 Frauen und 15 Kindern. Die Medien machten unterschiedliche Angaben zum Zeitpunkt des Kenterns: BBC berichtete, es habe sich Donnerstagnacht ereignet, während DW Samstagnacht angab.
Der Leiter der IOM-Mission in Dschibuti, Alexandre Coissac, nannte das Kentern laut BBC eine „eindringliche Erinnerung“ an die Gefahren, denen Migranten ausgesetzt sind, wenn sie anderswo ein neues Leben suchen, und nannte den Verlust von Menschenleben laut DW „verheerend“. Die IOM teilte mit, sie unterstütze 64 Überlebende in ihrem Einsatzzentrum in Obock mit medizinischer Versorgung und Unterstützung, um den Kontakt zu ihren Familien wiederherzustellen, berichtete BBC. Die lokalen Behörden organisieren Bestattungen für die Verstorbenen, berichtete BBC.
Alle Überlebenden waren äthiopische Staatsangehörige, berichteten beide Medien. Die IOM teilte laut DW mit, die meisten Menschen, die die Überfahrt versuchten, stammten aus Äthiopien und Somalia.
Die IOM teilte mit, ihre Displacement Tracking Matrix habe seit dem 10. September mehr als 20.000 Bewegungen von Äthiopien nach Dschibuti beobachtet, berichtete BBC. DW berichtete, die IOM habe im vergangenen Monat mehr als 20.000 Überfahrten von Dschibuti nach Jemen registriert. Laut von BBC zitierten IOM-Zahlen starben 2025 auf derselben Route mehr als 900 Migranten oder gelten als vermisst, wobei die Zahl der Menschen, die die Reise versuchten, um 18 % zunahm. Im März 2026 wurden nach einem ähnlichen Vorfall neun Menschen getötet und 45 vermisst, berichtete BBC.
Die dschibutischen Behörden setzen die Such- und Rettungsarbeiten fort, sagten IOM-Vertreter laut DW. DW berichtete, die IOM habe „Geber und Partner“ aufgefordert, „die Unterstützung für die Hilfsmaßnahmen Dschibutis zu verstärken, einschließlich Such- und Rettungsarbeiten und lebensrettender Hilfe“.
Hintergrund
Zehntausende Migranten aus dem Horn von Afrika machen sich jedes Jahr auf den Weg, in der Hoffnung, in den Golfstaaten Sicherheit und Arbeit zu finden, so die IOM. Sie überqueren die Meerenge Bab al-Mandab nach Jemen, der seit mehr als einem Jahrzehnt von einem Bürgerkrieg zerrüttet ist, berichtete BBC. Die IOM erklärt, Armut, Unsicherheit und die wachsenden Auswirkungen des Klimawandels trieben viele dazu, die Reise anzutreten, so DW.
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