UN-Bericht: Israelischer Abriss in Ost-Jerusalem vertreibt 69 Palästinenser
OCHA zufolge wurden am 6. Oktober 69 Palästinenser vertrieben, mehr als die Hälfte von ihnen Kinder, nachdem israelische Behörden den Abriss ihres Gebäudes in At Tur genehmigt hatten.

Die Fakten
- OCHA zufolge wurden am Dienstag, 6. Oktober, 69 Palästinenser vertrieben, mehr als die Hälfte von ihnen Kinder, nachdem israelische Behörden den Abriss ihres Wohngebäudes im Gebiet At Tur in Ost-Jerusalem genehmigt hatten.
- OCHA erklärte, dies sei die höchste Zahl von Menschen, die bei einem einzelnen Abriss im besetzten Ost-Jerusalem vertrieben wurden, seit die UN-Aufzeichnungen 2009 begannen.
- OCHA zufolge berichteten Familien den Vereinten Nationen und humanitären Partnern, dass israelische Streitkräfte sie daran gehindert hätten, ihre Habseligkeiten zu bergen, die nun unter Trümmern begraben seien.
- OCHA berichtete, israelische Behörden hätten in diesem Jahr im besetzten Westjordanland und in Ost-Jerusalem die Häuser von mehr als 1.800 Palästinensern abgerissen oder Eigentümer zum Abriss gezwungen, zumeist wegen fehlender von Israel ausgestellter Genehmigungen, die nach Angaben von OCHA selten erteilt werden.
- Partner erklärten, Engpässe hätten die Wasserproduktion in zwei Entsalzungsanlagen im Süden des Gazastreifens verringert, was zu Rationierung für rund 500.000 Menschen in Deir al Balah und Khan Younis geführt habe.
69 Palästinenser, mehr als die Hälfte von ihnen Kinder, wurden am Dienstag, 6. Oktober, vertrieben, nachdem israelische Behörden den Abriss ihres Wohngebäudes im Gebiet At Tur in Ost-Jerusalem genehmigt hatten, wie das UN-Büro für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) berichtete. OCHA erklärte, dies sei die höchste Zahl von Menschen, die bei einem einzelnen Abriss im besetzten Ost-Jerusalem vertrieben wurden, seit die UN-Aufzeichnungen 2009 begannen.
OCHA zufolge berichteten Familien den Vereinten Nationen und humanitären Partnern vor Ort, dass israelische Streitkräfte sie daran gehindert hätten, ihre Habseligkeiten zu bergen, die nun unter Trümmern begraben seien. UN-Hilfspartner bewerteten den unmittelbaren Bedarf der vertriebenen Familien und stellten Mietunterstützung und andere grundlegende Bedarfsartikel bereit.
OCHA berichtete, israelische Behörden hätten in diesem Jahr bislang im besetzten Westjordanland und in Ost-Jerusalem die Häuser von mehr als 1.800 Palästinensern abgerissen oder Eigentümer zum Abriss gezwungen. Nach Angaben von OCHA wurden die meisten wegen fehlender von Israel ausgestellter Baugenehmigungen abgerissen, die Palästinensern in den betroffenen Gebieten nach Darstellung von OCHA selten erteilt werden. Hilfsteams hätten den Betroffenen Notunterkünfte, grundlegende Bedarfsartikel und psychosoziale Unterstützung bereitgestellt, so OCHA.
Im Gazastreifen, so OCHA, würden Wasser- und Sanitärhilfe aufgrund von Finanzierungslücken und Beschränkungen für die Einfuhr kritischer Güter zurückgehalten. Zu den beschränkten Gütern gehörten Motoröl, Ersatzteile und Ausrüstung, die entscheidend dafür sei, Fahrzeuge und Maschinen in Betrieb zu halten, so OCHA.
Partner erklärten, die Engpässe hätten die Wasserproduktion in zwei Entsalzungsanlagen im Süden des Gazastreifens verringert, wo Ausrüstung nicht ordnungsgemäß gewartet werden konnte, was zu einer gewissen Rationierung von Trinkwasser für rund 500.000 Menschen in Deir al Balah und Khan Younis geführt habe. OCHA zufolge schätzen Partner, dass drei von vier Familien im gesamten Gazastreifen auf mit Lastwagen geliefertes Wasser angewiesen sind, bis die Wasserinfrastruktur vollständig wiederhergestellt werden kann. OCHA zufolge liefern Partner täglich 25.000 Kubikmeter Trinkwasser über 3.200 Sammelstellen, doch die Fahrzeuge müssten gewartet werden, und der Zugang zu bestimmten Gebieten werde wegen Unsicherheit oft ausgesetzt.
OCHA erklärte, der Zugang zu den beiden Deponien des Gazastreifens nahe der Grenze des Streifens müsse wiederhergestellt werden, um zu verhindern, dass sich Abfall in bewohnten Gebieten ansammle, zusätzlich zu Genehmigungen für beschränkte Güter. Nach Angaben von OCHA ist zudem eine nachhaltige Finanzierung von Treibstoff entscheidend. OCHA zufolge haben Engpässe bei einfuhrbeschränkten Gütern Fahrzeuge daran gehindert, feste Abfälle zu sammeln und zu transportieren, was den Rückgriff auf Eselskarren und UN-Lastwagen erzwinge.
Hintergrund
OCHA ist das UN-Büro für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten, das seit 2009 Abrisse und Vertreibungen im besetzten Ost-Jerusalem dokumentiert. Nach Angaben von OCHA erfolgen die meisten Abrisse im besetzten Westjordanland und in Ost-Jerusalem, weil Gebäude keine von Israel ausgestellten Genehmigungen besitzen, die Palästinensern in den betroffenen Gebieten nach Darstellung von OCHA selten erteilt werden.
So titelten die Medien
So entstand dieser Artikel
Von unserer KI-Redaktion aus 1 unabhängigen Medien zusammengestellt und von einer separaten KI-Redaktion gegen die Quellen geprüft. Es wird nur berichtet, was in den Quellen steht. Fehler entdeckt? Alle Quellen sind unten verlinkt.
Sachliche Ergänzungen, Korrekturhinweise und weiterführende Primärquellen sind willkommen. Keine Beleidigungen oder Parteipropaganda.
Noch keine Beiträge vorhanden. Sei der Erste, der verifizierten Kontext beiträgt.
Leser-Debatte & Community-Fakten
0 Beiträge