Anwälte: Tennessee-Häftling Christa Pike nach fehlgeschlagener Hinrichtung bei Bewusstsein
Christa Pike, 50, ist nach dem Überleben zweier tödlicher Injektionen in der vergangenen Woche bei Bewusstsein und spricht, sagen ihre Anwälte; der Gouverneur des Bundesstaats hat Hinrichtungen ausgesetzt.

Die Fakten
- Christa Pike, 50, ist nach einem fehlgeschlagenen Hinrichtungsversuch laut ihren Anwälten "bei Bewusstsein und spricht".
- Sie überlebte in der vergangenen Woche zwei tödliche Injektionen des Medikaments Pentobarbital und wird in einem Krankenhaus in Nashville intensivmedizinisch behandelt, berichtete die BBC.
- Ihre Anwälte nannten ihre Genesung "medizinisch beispiellos" und erklärten, sie erwarteten "eine lange Genesung".
- Tennessees Gouverneur Bill Lee setzte alle Hinrichtungen für den Rest des Jahres aus; der Leiter des Strafvollzugs des Bundesstaats sagte, er plane zurückzutreten.
- Die Behörden haben nicht gesagt, ob sie erneut versuchen werden, Pike hinzurichten, und nicht erklärt, was schiefgelaufen ist.
Christa Pike, eine zum Tode verurteilte Insassin in Tennessee, sei nach einem fehlgeschlagenen Hinrichtungsversuch "bei Bewusstsein und spricht", sagten ihre Anwälte. Die 50-Jährige werde nach einer Erklärung ihrer Anwälte vom Dienstag, über die die BBC berichtete, in einem Krankenhaus in Nashville, Tennessee, in Handschellen intensivmedizinisch behandelt. Der Spiegel berichtete, Pike sei nach dem überlebten Versuch bewusstlos gewesen und an ein Beatmungsgerät angeschlossen worden. Ihre Anwälte hätten in den Tagen danach gesagt, sie sei bewusstlos gewesen, während medizinisches Personal das Pentobarbital aus ihrem Körper entfernte, berichtete die BBC.
Der BBC zufolge überlebte Pike in der vergangenen Woche zwei tödliche Injektionen des Medikaments Pentobarbital; Der Spiegel berichtete, der Versuch habe am vergangenen Mittwoch stattgefunden. Ihre Anwälte sagten, ihre Genesung sei "medizinisch beispiellos", und obwohl ihre Prognose unklar bleibe, erwarteten sie "mindestens eine lange Genesung". Sie sagten, sie sei die einzige bekannte Person in den USA, die einen vollständig durchgeführten Hinrichtungsversuch überlebt habe.
Die Behörden haben nicht gesagt, ob sie erneut versuchen werden, Pike hinzurichten, und keine Erklärung dafür geliefert, was schiefgelaufen ist, berichtete die BBC. Der Spiegel berichtete, der Grund, warum Pike zwei Dosen Pentobarbital überlebte, sei weiterhin unbekannt. Tennessees Gouverneur Bill Lee setzte alle Hinrichtungen für den Rest des Jahres aus, und der Leiter des Strafvollzugs des Bundesstaats sagte am Wochenende, er plane zurückzutreten, laut BBC.
Pike wurde wegen des Mordes an der 19-jährigen Colleen Slemmer zum Tode verurteilt. Die BBC berichtete, sie sei 1995 des Mordes an Slemmer für schuldig befunden worden, während Der Spiegel berichtete, sie sei 1996 zum Tode verurteilt worden. Beide Medien berichteten, sie sei zum Zeitpunkt der Tat 18 Jahre alt gewesen.
Die BBC berichtete, Pike und ihr damaliger Freund Tadaryl Shipp hätten Slemmer geschlagen, gefoltert und getötet; sie hatten sie in einem Berufsausbildungslager für verhaltensauffällige Jugendliche kennengelernt. Der Spiegel berichtete, Pike, ihr Freund und ein Bekannter hätten ihre Mitschülerin in einem abgelegenen Gebiet nahe der University of Tennessee in Knoxville gefoltert und getötet. Während ihrer Haft wurde Pike in einem separaten Fall wegen versuchten Mordes verurteilt, nachdem sie eine Mitgefangene angegriffen hatte, berichteten US-Medien, auf die sich Der Spiegel beruft.
Der Spiegel berichtete, der Fall habe in den USA eine erneute Debatte über die Todesstrafe und die Art und Weise ihrer Vollstreckung ausgelöst. Das Medium berichtete zudem von wachsender Kritik an der Qualifikation und Ausbildung des an der Hinrichtung beteiligten Personals.
Hintergrund
Christa Pike wurde in Tennessee wegen eines Mordes, den sie 1995 im Alter von 18 Jahren beging, zum Tode verurteilt. Dem Spiegel zufolge überlebte sie zwei Dosen Pentobarbital, des bei dem Hinrichtungsversuch injizierten Medikaments. Tennessees Gouverneur hat Hinrichtungen in dem Bundesstaat für den Rest des Jahres ausgesetzt.
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