Wissenschaft

Studie zeigt: Blütenblatt-‚Fenster‘ verändern Licht und Wärme im Blüteninneren und beeinflussen Mikroben

Forschung in New Phytologist berichtet, dass halbtransparente Blütenblatt-„Fenster“ mehr ultraviolette und infrarote Strahlung durchlassen als pigmentiertes Gewebe und dass wärmere Blüten weniger Mikroben beherbergten.

07. Okt. 2026, 11:42 UTC2 Min. Lesezeit1 Quellen

Die Fakten

  • Einige Blüten haben Blütenblätter mit kleinen halbtransparenten Abschnitten, die laut Phys.org „Fenster“ genannt werden.
  • Feldexperimente zeigten, dass Blütenblatt-„Fenster“ mehr ultraviolette und infrarote Strahlung durchließen als pigmentiertes Gewebe.
  • Die Temperatur im Blüteninneren sagte die Mikrobenanzahl voraus; wärmere Blüten beherbergten weniger Mikroben.
  • Die Studie „Petal infrared transmission warms flowers and reduces microbial abundance“ wurde 2026 in New Phytologist veröffentlicht, DOI 10.1111/nph.71608.
  • Die korrespondierende Autorin Jessica Williams ist Doktorandin an der Florida Atlantic University.

Einige Blüten haben Blütenblätter mit kleinen halbtransparenten Abschnitten – teilweise durchsichtigen Bereichen –, so Phys.org. Forschung, die in der Zeitschrift New Phytologist veröffentlicht wurde, berichtet, dass diese „Fenster“ die Menge an Licht und Wärme verändern, die in die Blüte gelangt. Dadurch entstehen Bedingungen, die beeinflussen, wie viele Mikroben darin leben, berichtete das Portal am 7. Oktober 2026.

Feldexperimente zeigten, dass Blütenblatt-„Fenster“ mehr ultraviolette und infrarote Strahlung – für Menschen unsichtbare Lichtarten – durchließen als pigmentiertes Gewebe, so Phys.org. In dem Bericht hieß es, dass die Temperatur im Blüteninneren die Mikrobenanzahl vorhersagte. Wärmere Blüten beherbergten weniger Mikroben.

Jessica Williams, Doktorandin an der Florida Atlantic University, ist die korrespondierende Autorin der Studie. „Eines der spannenden Dinge an dieser Arbeit ist, dass ein scheinbar kleines Blütenmerkmal die physische Umgebung im Inneren einer Blüte so verändern kann, dass dies ihre mikrobielle Gemeinschaft beeinflusst“, sagte sie.

Phys.org berichtete, dass mikrobielle Gemeinschaften, die in Blüten leben, die Nektarqualität beeinflussen können. „Da Mikroben in Blüten Nektareigenschaften und Wechselwirkungen zwischen Pflanzen und Bestäubern beeinflussen können, legen diese Ergebnisse nahe, dass die Blütenstruktur ökologische Folgen haben kann, die über die Blüte selbst hinausreichen“, sagte Williams.

Die Studie „Petal infrared transmission warms flowers and reduces microbial abundance“ wurde 2026 in New Phytologist veröffentlicht. Ihre DOI lautet 10.1111/nph.71608.

Hintergrund

Mikroben – winzige Lebewesen wie Bakterien – leben in Blüten und können laut Phys.org die Nektarqualität beeinflussen. Die Studie untersuchte, wie ein Merkmal von Blütenblättern das Licht und die Wärme im Inneren einer Blüte verändert.

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