Wissenschaft

Selbstblinkende Farbstoffe ermöglichen wieder die Nutzung von Nanobodies in der Superauflösungsmikroskopie

Forschende sagen, selbstblinkende Farbstoffe ermöglichen den Einsatz von Nanobodies in der Superauflösungsmikroskopie, vereinfachen Experimente und verbessern Reproduzierbarkeit und Durchsatz.

07. Okt. 2026, 21:51 UTC2 Min. Lesezeit1 Quellen

Die Fakten

  • Selbstblinkende Farbstoffe wechseln spontan zwischen einem hellen „on“-Zustand und einem dunklen „off“-Zustand.
  • Konventionelle blinkende Farbstoffe benötigen in der Regel speziell hergestellte chemische Puffer und sorgfältig kontrollierte Bildgebungsbedingungen.
  • Einer der am weitesten verbreiteten Farbstoffe schneidet schlecht ab, wenn er an Nanobodies gebunden wird, was laut Phys.org zu schlechter Bildqualität führt.
  • Das Team demonstrierte die Methode an mehreren Superauflösungstechniken, darunter das MINFLUX-Mikroskop.
  • Die Ergebnisse wurden 2026 in Nano Letters veröffentlicht, DOI 10.1021/acs.nanolett.6c02799.

Ein internationales Forschungsteam unter der Leitung der Universität Göttingen und der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) berichtete, dass selbstblinkende Farbstoffe mit Nanobodies für die Superauflösungsmikroskopie kombiniert werden können. Laut Phys.org wurden die Ergebnisse 2026 in Nano Letters veröffentlicht. Nanobodies sind extrem kleine Antikörperfragmente, die an spezifische Moleküle binden; wenn sie mit Farbstoffen markiert werden, können sie als Sonden eingesetzt werden, um die Superauflösungsmikroskopie zu verbessern.

Laut Phys.org schneiden konventionelle blinkende Farbstoffe oft schlecht ab, wenn sie an Nanobodies gebunden werden, was ihre praktischen Vorteile einschränkt. Konventionelle Farbstoffe können ebenfalls blinken, benötigen aber in der Regel speziell hergestellte chemische Puffer und sorgfältig kontrollierte Bildgebungsbedingungen, und einer der am weitesten verbreiteten Farbstoffe liefert mit Nanobodies schlechte Bildqualität. „Nanobodies bieten eine ausgezeichnete Präzision, aber ihre Verwendung in der Superauflösungsmikroskopie wurde durch die schlechte Leistung konventioneller blinkender Farbstoffe eingeschränkt“, sagte Dr. Felipe Opazo am Center for Biostructural Imaging of Neurodegeneration (BIN) an der UMG.

Ein selbstblinkender Farbstoff ist ein fluoreszierendes Molekül, das von selbst zwischen einem hellen „on“-Zustand und einem dunklen „off“-Zustand wechselt. Phys.org berichtete, dass dieses Blinken für die Superauflösungsmikroskopie wesentlich ist, weil es ermöglicht, einzelne fluoreszierende Moleküle nacheinander zu detektieren und sehr präzise zu lokalisieren. „Die Kombination von Nanobodies mit selbstblinkenden Farbstoffen bewahrt eine hohe Markierungsgenauigkeit und stellt gleichzeitig robustes Blinken wieder her, wodurch die Superauflösungsbildgebung einfacher, reproduzierbarer und leichter anwendbar wird“, sagte Opazo.

Laut Phys.org zeigte das Team, dass der Ansatz bei verschiedenen Superauflösungsmikroskopietechniken funktioniert, darunter einige der derzeit präzisesten Fluoreszenzmikroskopietechniken. Der Bericht stellte fest, dass die erfolgreiche Anwendung im MINFLUX-Mikroskop das Potenzial der Methode unterstreicht, von der konventionellen Superauflösungsmikroskopie bis zur hochmodernen Nanoskopie. Phys.org berichtete, dass der Ansatz Experimente vereinfacht und den Durchsatz der Superauflösungsmikroskopie erhöht.

„Unser Ziel ist es, die Superauflösungsmikroskopie über spezialisierte Mikroskopielabore hinaus leichter nutzbar zu machen“, sagte Dr. Roman Tsukanov, Senior-Postdoktorand an der Universität Göttingen. Er sagte, selbstblinkende Farbstoffe machten den Bildgebungsablauf deutlich unkomplizierter und senkten die Einstiegshürde in das Feld für Forschende, die keine Mikroskopieexpertinnen und -experten sind, darunter Biologen, Chemiker, Kliniker und Personen aus anderen Forschungsbereichen.

Hintergrund

Die Superauflösungsmikroskopie beruht darauf, dass fluoreszierende Moleküle blinken, damit einzelne Moleküle einzeln nachgewiesen und präzise lokalisiert werden können. Nanobodies bieten als Sonden eine hohe Markierungsgenauigkeit, aber laut den Forschenden wurde ihre Verwendung durch die schlechte Leistung konventioneller blinkender Farbstoffe eingeschränkt.

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