Politik

Indiens Cockroach-Janta-Party-Anführer in Delhi freigelassen, während Proteste andauern

Abhijeet Dipke und zwei weitere Anführer der Cockroach Janta Party wurden am Sonntag unter einer Auflage des Gerichts freigelassen, während die Proteste in Delhi den zweiten Tag andauerten, wie die BBC berichtete.

11. Okt. 2026, 18:30 UTC2 Min. Lesezeit2 Quellen
Ein junger Mann mit Sonnenbrille und einem violetten und gelben Sporttrikot wird von mehreren Personen in Tarnuniformen festgehalten, während er offenbar schreit oder sich wehrt. Die Szene spielt sich offenbar während eines Protestes auf einer Straße ab.
Ein junger Mann mit Sonnenbrille und einem violetten und gelben Sporttrikot wird von mehreren Personen in Tarnuniformen festgehalten, während er offenbar schreit oder sich wehrt. Die Szene spielt sich offenbar während eines Protestes auf einer Straße ab.Foto: AFP

Die Fakten

  • Abhijeet Dipke, Saurav Das und Ashutosh Ranka wurden laut BBC bei ihrer Ankunft in Delhi am Samstag festgenommen und am Sonntag freigelassen.
  • Ein Amtsgericht ließ sie „unter der Bedingung, dass sie ein Jahr lang nicht den öffentlichen Frieden stören“, frei, wie die Polizei laut BBC mitteilte.
  • Medienberichten zufolge wurden am Samstag 7.000 Demonstranten festgenommen und wieder freigelassen, am Sonntag Hunderte festgenommen, wie die BBC berichtete.
  • Die CJP hat den Rücktritt des Chefs der Wahlkommission Gyanesh Kumar wegen Vorwürfen der Manipulation von Wählerverzeichnissen gefordert, was die Wahlkommission bestritten hat, wie die BBC berichtete.
  • Die BBC berichtete, dass die CJP, die Wahlreformen anstrebt, in Indien nicht als politische Partei registriert ist.

Anführer der von der Gen Z angeführten Cockroach Janta Party (CJP) in Indien wurden laut BBC bei ihrer Ankunft in Delhi am Samstag festgenommen und am Sonntag freigelassen. Die BBC nannte ihre Namen: Abhijeet Dipke, Saurav Das und Ashutosh Ranka. Ein Amtsgericht ließ sie „unter der Bedingung, dass sie ein Jahr lang nicht den öffentlichen Frieden stören“, frei, wie die Polizei laut BBC mitteilte.

Nach seiner Freilassung schrieb Dipke auf X: „Modi ist als Premierminister eine Schande für Indien.“ In seinen ersten Äußerungen nach seiner Freilassung sagte er, „die CJP werde weder zurückweichen noch sich einschüchtern lassen“, wie die BBC berichtete. Dipke sagte außerdem, er fahre in sein Dorf, um an der Beerdigung seiner Großmutter teilzunehmen, die etwa zur Zeit seiner Festnahme gestorben sei.

Ranka und Das erklärten auf einer Pressekonferenz, die Auflage des Gerichts bedeute nicht, dass sie nicht protestieren dürften. „Friedlicher Protest ist unser verfassungsmäßiges Recht, und Jantar Mantar ist ein ausgewiesener Protestort; das bedeutet also nicht, dass wir nicht friedlich protestieren können“, sagte Ranka laut BBC. Er sagte außerdem: „Den öffentlichen Frieden stören Premierminister Narendra Modi, Innenminister Amit Shah und Wahlkommissionschef Gyanesh Kumar“, und die CJP werde weiter protestieren.

Die BBC berichtete über Demonstrationen in der Hauptstadt am zweiten Tag, bei denen Tausende Sicherheitskräfte eingesetzt und Straßen verbarrikadiert wurden. In weiten Teilen des Zentrums von Delhi waren Büros, Geschäfte und Restaurants geschlossen und Internetdienste eingeschränkt, wie die BBC berichtete. Medienberichten zufolge wurden am Samstag 7.000 Demonstranten festgenommen und wieder freigelassen, am Sonntag Hunderte festgenommen, laut BBC. Die BBC erklärte, sie habe viele Festnahmen miterlebt, darunter die der Aktivistin Neha Bora.

Die CJP strebt Monate vor den Wahlen in den Bundesstaaten Wahlreformen an, wie die BBC berichtete. Sie hat den Rücktritt des Chefs der Wahlkommission Gyanesh Kumar wegen Vorwürfen der Manipulation von Wählerverzeichnissen gefordert, was die Wahlkommission bestritten hat, laut BBC. Die BBC berichtete, dass die CJP in Indien nicht als politische Partei registriert ist. Die New York Times beschrieb die CJP als eine indische Jugendbewegung, deren Anführer am Samstag von der Polizei festgehalten worden seien, bevor sie Proteste für Wahlrechte anführen konnten.

Hintergrund

Die BBC berichtete, dass Dipke die Bewegung im Mai begann, nachdem Indiens Oberster Richter einige arbeitslose junge Menschen mit „Kakerlaken“ verglichen hatte. Zu den Forderungen der CJP gehören Wahlreformen und der Rücktritt des Chefs der Wahlkommission wegen Vorwürfen der Manipulation von Wählerverzeichnissen, was die Wahlkommission bestritten hat.

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