Klima

Studie: Anfälligkeit für Hitzewellen variiert innerhalb von Städten stark

Forschende der Universität des Baskenlandes haben die Anfälligkeit für Hitzewellen in Bilbao, Madrid und Cáceres Gebäude für Gebäude gemessen.

07. Okt. 2026, 21:04 UTC2 Min. Lesezeit1 Quellen
Sechs Luftaufnahmen von Stadtvierteln in Bilbao, die im Rahmen der Studie zur Hitzewellenanfälligkeit untersucht wurden: Grupo Párroco Unceta (Santutxu), Torre Urizar (Iralabarri), Blas de Otero (Deusto), Calle Gordóniz (Errekaldeberri), Calle Músico Usandizaga (Zorrotza) und Masustegi – Monte Caramelo. Die Aufnahmen zeigen dicht bebaute Wohnblöcke mit roten Ziegeldächern.
Sechs Luftaufnahmen von Stadtvierteln in Bilbao, die im Rahmen der Studie zur Hitzewellenanfälligkeit untersucht wurden: Grupo Párroco Unceta (Santutxu), Torre Urizar (Iralabarri), Blas de Otero (Deusto), Calle Gordóniz (Errekaldeberri), Calle Músico Usandizaga (Zorrotza) und Masustegi – Monte Caramelo. Die Aufnahmen zeigen dicht bebaute Wohnblöcke mit roten Ziegeldächern.Foto: SAREN research group / EHU (via Phys.org)

Die Fakten

  • Die SAREN-Forschungsgruppe an der Universität des Baskenlandes (EHU) unter der Leitung von Leire Garmendia bewertete das Hitzewellenrisiko in Bilbao, Madrid und Cáceres, drei Städten in unterschiedlichen Klimazonen.
  • Die Studie wurde in der Fachzeitschrift Cities veröffentlicht und im Rahmen des Projekts OLADAPT mit der Polytechnischen Universität Madrid, der Universität Extremadura und dem UNESCO-Lehrstuhl der EHU für nachhaltige Entwicklung und Umwelterziehung durchgeführt.
  • Die Methode erzeugt städtische Vulnerabilitätskarten, die zeigen, wo vorrangig Maßnahmen ergriffen werden sollten, so die Gruppe.
  • Die Gruppe erklärte, Menschen mit niedrigem Einkommen und ältere Menschen seien gegenüber Hitzewellen deutlich anfälliger.
  • Die Gruppe erklärte, die Methodik sei vollständig replizierbar und überall einsetzbar.

Eine Forschungsgruppe der Universität des Baskenlandes (EHU) hat bewertet, wie anfällig verschiedene Teile von Städten für Hitzewellen sind. Die Gruppe berichtete, dass die Anfälligkeit innerhalb einer Stadt von einem Gebiet zum anderen stark variiert. Die Arbeit wurde in der Fachzeitschrift Cities veröffentlicht und von der Gruppe SAREN (Sustainable And Resilient built ENvironment) unter der Leitung von Leire Garmendia durchgeführt. Die Gruppe wandte ihre Methode in Bilbao, Madrid und Cáceres an, drei Städten in unterschiedlichen Klimazonen.

Die Forscherin Irantzu Álvarez sagte, das von Hitzewellen ausgehende Risiko lasse sich nicht allein an der Temperatur messen und habe mehrere Dimensionen. Der Gruppe zufolge berücksichtigt die Bewertung, wie die Stadt gebaut ist, einschließlich Gebäuden und öffentlichen Räumen; welche Gebiete von hohen Temperaturen am stärksten betroffen sind; und wie viele Menschen betroffen sind und wie anfällig sie sind. Die Forscherin Laura Quesada sagte, das Team habe die Anfälligkeit jedes Gebäudes und jeder Freifläche in den drei Städten gemessen.

Die Methodik erzeuge städtische Vulnerabilitätskarten, die zeigen, wo vorrangig Maßnahmen gegen Hitzewellen ergriffen werden sollten, so die Gruppe. Die Gruppe erklärte, mit dieser Art von Studie ließen sich Anpassungsmaßnahmen deutlich effektiver umsetzen. Die Anwendung der Methode in den drei Städten habe gezeigt, dass sie vollständig replizierbar und überall einsetzbar sei, was sie laut der Gruppe robuster mache und zu einem nützlichen Instrument für Kommunen mache.

In allen drei Städten habe die Studie laut der Forschungsgruppe die Bedeutung sozioökonomischer Variablen bei der Messung der Anfälligkeit hervorgehoben. Die Gruppe erklärte, Menschen mit niedrigem Einkommen und ältere Menschen seien deutlich anfälliger. Sie erklärte außerdem, ein Gebäude könne hitzeempfindlich sein, während seine Bewohner über die finanziellen Mittel verfügten, ihr Zuhause davor zu schützen.

Die Gruppe erklärte, die Anfälligkeit sei nicht in der gesamten Stadt gleich, daher reiche es nicht aus zu sagen, eine Stadt sei anfälliger als eine andere. Sie erklärte, es gebe innerhalb einer Stadt verschiedene Hotspots, und auch innerhalb desselben Viertels könne es unterschiedliche Situationen geben, weshalb diese Art detaillierter Forschung notwendig sei. Die Forschung nutzte sozioökonomische Variablen, Gebäudemerkmale und Umweltvariablen aus einer Vielzahl von Quellen.

Hintergrund

Dem Bericht zufolge werden extreme Wetterereignisse infolge des Klimawandels häufiger und heftiger, und Hitzewellen wirken sich direkt auf Gesundheit, thermischen Komfort und die Bewohnbarkeit von Städten aus. In dem Artikel heißt es, Klimarisikobewertungen seien entscheidend, um die Anpassungspolitik der Städte zu lenken und Maßnahmen in den am stärksten gefährdeten Gebieten vorrangig zu behandeln. Die Forschung wurde im Einklang mit den Leitlinien des Zwischenstaatlichen Ausschusses für Klimaänderungen (IPCC) durchgeführt.

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