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Französischer Minister verurteilt Antisemitismus bei Gedenkfeier am Nova-Festival

Der französische Außenminister Jean-Noël Barrot verurteilte am 7. Oktober bei einer Gedenkveranstaltung in Israel den Antisemitismus, während Israelis den dritten Jahrestag der Angriffe vom 7. Oktober 2023 begingen.

07. Okt. 2026, 21:00 UTC3 Min. Lesezeit1 Quellen
Ein Mann in dunklem Anzug mit Krawatte und einem Ansteckmikrofon steht vor einer Gedenkstätte mit großformatigen Fotografien von Opfern im Hintergrund. Die Aufnahme entstand am Rande eines Medienauftritts an einem Gedenkort.
Ein Mann in dunklem Anzug mit Krawatte und einem Ansteckmikrofon steht vor einer Gedenkstätte mit großformatigen Fotografien von Opfern im Hintergrund. Die Aufnahme entstand am Rande eines Medienauftritts an einem Gedenkort.Foto: AFP

Die Fakten

  • Israelis begingen am 7. Oktober 2026 den Jahrestag der Angriffe vom 7. Oktober 2023; France 24 berichtete, dass die Angriffe 1.200 Menschen töteten und 251 Geiseln genommen wurden.
  • Der französische Außenminister Jean-Noël Barrot verurteilte bei einer Gedenkveranstaltung am Ort des Nova-Festivals in Re'im im Süden Israels das „Gift des Antisemitismus“.
  • UNIFIL erklärte, Schüsse aus Kleinwaffen hätten eine ihrer Stellungen nahe Kfar Shouba entlang der Blauen Linie getroffen; es wurden keine Opfer gemeldet.
  • Krankenhausquellen meldeten laut France 24 fünf Tote durch Angriffe im Gazastreifen am 7. Oktober.
  • Die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen im Jemen erklärten, sie hätten ballistische Raketen und Drohnen auf den internationalen King-Khalid-Flughafen in Riad abgefeuert.

Israelis nahmen am 7. Oktober 2026 an Gedenkveranstaltungen für die Opfer der Angriffe vom 7. Oktober 2023 teil, die laut France 24 1.200 Menschen töteten und bei denen 251 Geiseln genommen wurden. Der französische Außenminister Jean-Noël Barrot nahm an einer Gedenkzeremonie am Ort des Nova-Musikfestivals in Re'im im Süden Israels teil.

Am Ort des Geschehens sagte Barrot, Frankreich lehne „Antisemitismus und Hass auf andere“ ab. „In einer Zeit, in der unsere Gesellschaften mit dem Wiederaufleben eines ungezügelten Antisemitismus konfrontiert sind, werden wir nicht zulassen, dass sich dieses Gift in der Republik ausbreitet“, sagte der Minister in Re'im laut France 24. Er bezeichnete den Angriff vom 7. Oktober als „abscheulichen Angriff“, der „das israelische Volk und alle Juden bis ins Mark getroffen“ habe und „ein Trauma verursacht habe, das nicht heruntergespielt werden darf“.

Katia Zohar, deren Tochter Bar Zohar im Alter von 23 Jahren getötet wurde, nannte den Beginn des Angriffs um 6:29 Uhr (0329 GMT) „die Minute, die unser Leben für immer verändert hat“. „Traurigerweise erinnere ich mich an alles“, sagte Zohar laut France 24. Familienangehörige senkten am Festivalgelände schweigend ihre Köpfe, wo laut France 24 Hamas-Kämpfer in Lastwagen und mit Gleitschirmen am 7. Oktober 2023 gegen Tagesanbruch das Feuer eröffneten.

Die Interimstruppe der Vereinten Nationen im Libanon (UNIFIL) erklärte, einer ihrer Posten nahe der Grenze zu Israel sei mit Schüssen aus Kleinwaffen beschossen worden; es habe keine Opfer gegeben. „Heute Morgen trafen mehrere Runden Schüsse aus Kleinwaffen eine UNIFIL-Stellung nahe Kfar Shouba entlang der Blauen Linie im Sektor Ost“, erklärte die Truppe in einer Stellungnahme und bezog sich damit auf die De-facto-Grenze zwischen Israel und dem Libanon. „Solche vorsätzlichen Angriffe gefährden das Leben von Friedenssoldaten schwer“, hieß es weiter; man untersuche den Vorfall.

Die Zahl der Toten durch Angriffe im Gazastreifen am 7. Oktober stieg laut von France 24 zitierten Krankenhausquellen auf fünf. Das Al-Schifa-Krankenhaus in Gaza-Stadt meldete zwei Tote im Morgengrauen nach einem israelischen Angriff in Jabalia im Norden des Gebiets, und der Zivilschutz von Gaza, eine Erste-Hilfe-Organisation, identifizierte eines der Opfer als einen seiner Freiwilligen im Alter von 23 Jahren. In Khan Younis im Süden meldete das Nasser-Krankenhaus drei weitere Tote bei israelischen Angriffen in mehreren Teilen der Stadt.

Die Huthi-Rebellen im Jemen beanspruchten laut France 24 neue Angriffe auf Flughäfen und militärische Einrichtungen im benachbarten Saudi-Arabien für sich; France 24 bezeichnete die Huthi als vom Iran unterstützt. Der militärische Sprecher der Huthi, Brigadegeneral Yahya Saree, erklärte in den sozialen Medien, die Gruppe habe ballistische Raketen und Drohnen gegen den internationalen King-Khalid-Flughafen in Riad abgefeuert. Die Associated Press berichtete, dass diese Woche neue käfigartige Zäune um Treibstofftanks und andere Ausrüstung des staatlichen saudischen Ölkonzerns Aramco nahe dem Flughafen von Riad errichtet wurden.

Hintergrund

Die Angriffe der Hamas vom 7. Oktober 2023 töteten laut France 24 1.200 Menschen, und 251 Geiseln wurden genommen; France 24 berichtete, dass Militante am Nova-Festivalgelände gegen Tagesanbruch das Feuer eröffneten. Drei Jahre später meldete UNIFIL Schüsse aus Kleinwaffen nahe der Blauen Linie, der De-facto-Grenze zwischen Israel und dem Libanon, während die Huthi im Jemen Angriffe auf Ziele in Saudi-Arabien beanspruchten.

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