Cornell beauftragt Sally Yates mit Leitung der Überprüfung des Umgangs mit sexuellem Fehlverhalten
Die Cornell University hat die ehemalige geschäftsführende US-Justizministerin Sally Yates damit beauftragt, eine unabhängige Überprüfung ihres Umgangs mit sexuellem Fehlverhalten zu leiten, einschließlich der Vergewaltigungsvorwürfe aus dem Jahr 2024.

Die Fakten
- Laut The Hill hat die Cornell University die ehemalige geschäftsführende US-Justizministerin Sally Q. Yates damit beauftragt, eine unabhängige Überprüfung dessen zu leiten, wie sie sexuellem Fehlverhalten vorbeugt und darauf reagiert.
- Der Sonderausschuss des Board of Trustees der Cornell University gab die Ernennung am Dienstag, dem 6. Oktober, bekannt.
- Laut The Hill wird die Überprüfung Vorwürfe untersuchen, wonach eine ehemalige Studentin im Oktober 2024 im Haus der Chi-Phi-Fraternity von mehreren Männern vergewaltigt wurde.
- Der Spiegel berichtete, die Ankündigung sei auf Proteste auf dem Campus gefolgt; andere Medien hätten von eingeschlagenen Fenstern und Graffiti berichtet, mit denen der Universität vorgeworfen werde, Vergewaltiger zu schützen.
- Laut Der Spiegel untersucht die Generalstaatsanwältin von New York, Letitia James, den Fall.
Laut The Hill hat die Cornell University die ehemalige geschäftsführende US-Justizministerin Sally Q. Yates damit beauftragt, eine unabhängige Überprüfung dessen zu leiten, wie die Universität sexuelle Belästigung, sexuelle Übergriffe und damit zusammenhängendes Fehlverhalten auf dem Campus verhindert und darauf reagiert. Der Sonderausschuss des Board of Trustees der Cornell University gab die Ernennung von Yates am Dienstag, dem 6. Oktober, bekannt.
The Hill berichtete, die Überprüfung werde eine eingehende Untersuchung der Vorwürfe umfassen, wonach eine ehemalige Studentin im Oktober 2024 im Verbindungshaus der Chi-Phi-Fraternity von mehreren Männern vergewaltigt wurde. Sie werde zudem Cornells Gesamtansatz bei der Prävention und Reaktion auf entsprechende Vorwürfe sowie die Praxis der Universität im Rahmen von Title IX, dem Clery Act, dem Campus SaVE Act und dem Recht des Bundesstaats New York untersuchen, ebenso anerkannte bewährte Verfahren im Hochschulbereich. Yates und die Anwaltskanzlei King & Spalding werden ihre Ergebnisse und Empfehlungen direkt dem Sonderausschuss vorlegen, und das Board of Trustees der Cornell University erklärte, es beabsichtige, sie mit der Universitätsgemeinschaft zu teilen.
„Es ist unerlässlich, dass Cornell bereit ist, sich selbst mit derselben Strenge zu prüfen, die wir von anderen erwarten“, sagte die Vorsitzende des Sonderausschusses, Anne Meinig Smalling, laut The Hill. „Wir wollen nicht nur verstehen, was 2024 geschehen ist, sondern auch, wie Cornell eine führende Rolle dabei einnehmen kann, sexuelle Gewalt zu verhindern, Menschen zu unterstützen, die sich melden, und auf Vorwürfe streng, fair und einfühlsam zu reagieren“, fügte sie hinzu.
Der Spiegel berichtete, die Universität habe die Überprüfung als Reaktion auf Proteste auf dem Campus angekündigt. Das Magazin berichtete, mehrere Medien hätten von eingeschlagenen Fenstern berichtet und dass unbekannte Personen Graffiti an die Wände eines Campusgebäudes gesprüht hätten, mit denen der Universität vorgeworfen werde, Vergewaltiger zu schützen. Der Spiegel berichtete zudem, zahlreiche Frauen hätten in einer Online-Kampagne ihre Empörung darüber zum Ausdruck gebracht, wie das Justizsystem, die Universität und die Gesellschaft den Fall behandelt hätten.
Im Zentrum des Falls steht laut Der Spiegel der Vorwurf einer ehemaligen Studentin, sie sei im Oktober 2024 im Haus einer Studentenverbindung von mehreren Männern vergewaltigt worden. Das Magazin berichtete, zunächst habe es keine strafrechtlichen Konsequenzen gegeben. Es berichtete, die Generalstaatsanwältin von New York, Letitia James, untersuche den Fall nun nach einer neuen Zivilklage und wachsender öffentlicher Kritik.
The Hill beschrieb Yates als ehemalige geschäftsführende US-Justizministerin, stellvertretende Justizministerin und langjährige Bundesstaatsanwältin, heute Partnerin bei King & Spalding LLP. Der Spiegel beschrieb sie als ehemalige stellvertretende Generalstaatsanwältin und stellvertretende Justizministerin unter Präsident Barack Obama. The Hill berichtete, sie habe zuvor die unabhängige Untersuchung des US-Fußballverbands zu Vorwürfen missbräuchlichen Verhaltens und sexuellen Fehlverhaltens im Frauenprofifußball geleitet.
Hintergrund
Die Überprüfung betrifft laut Der Spiegel den Vorwurf einer ehemaligen Cornell-Studentin, sie sei im Oktober 2024 im Haus einer Studentenverbindung von mehreren Männern vergewaltigt worden. Das Magazin berichtete, zunächst habe es keine strafrechtlichen Konsequenzen gegeben, und eine neue Zivilklage sowie öffentliche Kritik hätten dazu geführt, dass die Generalstaatsanwältin von New York, Letitia James, eine Untersuchung eröffnete.
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