Bulgarien lehnt Teilnahme am neuen EU-Hilfsanliegen für die Ukraine ab
Der bulgarische Premierminister Rumen Radew kündigte an, dass das Land nicht am EU-Hilfsanliegen von 70 Milliarden Euro für die Ukraine teilnehmen wird.
Die Fakten
- Der Premierminister Rumen Radew erklärte, Bulgarien werde nicht am EU-Hilfsanliegen von 70 Milliarden Euro für die Ukraine teilnehmen.
- Die EU hatte zuvor 90 Milliarden Euro für die Ukraine für 2026‑2027 genehmigt, an dem Bulgarien beteiligt war.
- Der ukrainische Präsident Volodymyr Selenskyj forderte am EU-Gipfel die zusätzlichen 70 Milliarden Euro an.
- Radew nannte wirtschaftliche Erschöpfung und politische Instabilität in Europa als Gründe für die Ablehnung.
Laut Spiegel kündigte der bulgarische Premierminister Rumen Radew an, dass Bulgarien nicht an dem neuen EU-Hilfsanliegen von 70 Milliarden Euro für die Ukraine teilnehmen werde. Die Ankündigung erfolgte in der Stadt Twardiza und wurde von der bulgarischen Nachrichtenagentur BTA berichtet.
Laut Welt sagte Radew, der Krieg habe die europäischen Volkswirtschaften erschöpft und die politische Instabilität erhöht. Er fügte hinzu, dass das Ergebnis des Konflikts nicht durch militärische Mittel erreicht werden könne. Radew erinnerte daran, dass die EU zuvor 90 Milliarden Euro für die Ukraine für 2026‑2027 genehmigt hatte, einen Kredit, an dem Bulgarien beteiligt war.
Laut Spiegel forderte der ukrainische Präsident Volodymyr Selenskyj am EU-Gipfel zusätzliche 70 Milliarden Euro an, um die Verteidigung der Ukraine gegen Russland zu unterstützen. Die EU hatte zuvor den 90‑Milliarden‑Euro‑Kredit mit Ungarn, der Tschechischen Republik und der Slowakei ausgehandelt, um sie von der Kostenbeteiligung auszunehmen.
Laut Welt wird Radew von einigen Beobachtern als pro‑russisch beschrieben. Die Entscheidung spiegelt die Haltung Bulgariens zum Konflikt und seine Beziehung zu Russland wider.
Hintergrund
Die EU stellt finanzielle Hilfe für die Ukraine bereit, um sie bei der Verteidigung gegen die russische Invasion zu unterstützen. Die Ukraine forderte zusätzliche Mittel am EU-Gipfel. Bulgarien, ein Mitglied der EU, hat beschlossen, nicht an dem neuen EU-Hilfsanliegen teilzunehmen.
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