Australische Studie identifiziert zirkadiane Depressionsform, die 23 % der schweren Fälle betrifft
Forscher entdecken neue Depressionsform, die mit Störungen der Körperuhr verbunden ist.
Die Fakten
- Eine 2026‑Studie im British Journal of Psychiatry identifizierte zirkadiane Depression bei 2 604 von 11 380 Australiern mit schwerer Depression.
- Zirkadiane Depression wird durch mindestens drei von sechs Merkmalen definiert: saisonale Stimmungsschwankungen, verzögerte Schlafzeit, längerer Schlaf bei Depression, nachtaktive Gewohnheiten, Müdigkeit beim Aufwachen und sozialer Jetlag.
- Teilnehmer mit zirkadianer Depression berichteten über einen früheren Beginn, mehr Episoden, höhere Suizidalität und schwerere Symptome.
- SSRIs und SNRIs waren bei zirkadianer Depression weniger wirksam und verursachten mehr Nebenwirkungen als bei anderen Depressionsformen.
- Behandlungen, die auf zirkadiane Rhythmen abzielen, wie Melatonin und Lichttherapie, könnten für diese Gruppe wirksamer sein.
Das Brain and Mind Centre der University of Sydney veröffentlichte eine Studie im British Journal of Psychiatry, die eine neue Depressionsform namens zirkadiane Depression identifizierte. Laut leitender Forscherin Emiliana Tonini erfüllten 2 604 von 11 380 Teilnehmern die Kriterien für die Form. Die Kriterien verlangen mindestens drei von sechs Merkmalen: saisonale Stimmungsschwankungen, verzögerte Schlafzeit, längerer Schlaf bei Depression, nachtaktive Gewohnheiten, Müdigkeit beim Aufwachen und sozialer Jetlag.
Teilnehmer mit zirkadianer Depression waren bei Beginn jünger, durchschnittlich 19 Jahre, im Vergleich zu 23 Jahren bei anderen Teilnehmern. Sie berichteten auch über mehr Episoden, höhere Suizidalität und schwerere Symptome wie Hypomanie und psychoseähnliche Merkmale. Tonini sagte, die Gruppe habe ein höheres genetisches Risiko für ADHS und Entzündungsmarker.
Die Studie zeigte, dass Standard-Antidepressiva wie SSRIs und SNRIs bei zirkadianer Depression weniger wirksam waren und mehr Nebenwirkungen verursachten. Co-Autor Jacob Crouse sagte, Behandlungen, die den zirkadianen Rhythmus ansprechen, einschließlich Melatonin und Lichttherapie, könnten relevanter sein.
Ian Hickie, Co-Direktor des Brain and Mind Centre, sagte, dass eine frühzeitige Erkennung von zirkadianer Depression die Behandlungsversagen bei jungen Menschen reduzieren könnte.
Die Forschung nutzte klinische und genetische Daten aus der Australian Genetics of Depression Study, einer landesweiten Studie zur Depression. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass zirkadiane Depression ein biologisch unterscheidbares Phänotyp ist, der besser auf chronobiologische Interventionen reagieren könnte.
Hintergrund
Zirkadiane Rhythmen regulieren den Schlaf-Wach-Zyklus. Störungen dieser Rhythmen sind seit langem mit Stimmungserkrankungen verbunden. Die Identifizierung einer spezifischen Depressionsform, die mit Störungen der Körperuhr verbunden ist, könnte gezieltere Behandlungen ermöglichen.
So titelten die Medien
- ABC AustraliaOne in four people with severe depression may have a dysregulated body clock
- The GuardianAustralian researchers identify new subtype of depression linked to body clock disruptions
- Live ScienceCould 'body clocks' play a role in depression? Study proposes a new 'circadian' subtype
- MedicalXpressNew 'circadian' subtype of depression identified
So entstand dieser Artikel
Von unserer KI-Redaktion aus 4 unabhängigen Medien zusammengestellt und von einer separaten KI-Redaktion gegen die Quellen geprüft. Es wird nur berichtet, was in den Quellen steht. Fehler entdeckt? Alle Quellen sind unten verlinkt.
Korrekturhinweis oder Quellenbeleg? simoneggert16@gmail.com
Offene Leser-Debatte: Sachliche Ergänzungen und Korrekturhinweise werden direkt und in Echtzeit für alle Leser synchronisiert.
Lade Beiträge vom Cloud-Server…
Leser-Debatte & Community-Fakten