Aktivistin sagt, Brände in Kalimantan seien absichtlich von Agrarkonzernen gelegt worden
Kynan Tegar sagte im Mongabay Newscast, die Brände in Kalimantan seien absichtlich gelegt worden; ein Mongabay-Kommentar berichtete, dass in der ersten Jahreshälfte in Indonesien mehr als 607.000 Hektar brannten.
Die Fakten
- Mongabay berichtete, dass in diesem Jahr bislang etwa 48.000 Hektar (etwa 119.000 Acres) Land gebrannt haben.
- Ein Mongabay-Kommentar zitierte Berichte, wonach in der ersten Jahreshälfte in Indonesien mindestens 1,5 Millionen Acres (über 607.000 Hektar) brannten.
- Die Aktivistin Kynan Tegar sagte, die Brände seien absichtlich von Agrarkonzernen gelegt worden.
- Kynan sagte, Konzerne hätten mehr als 1 Million Hektar (2,5 Millionen Acres) Moorland entwässert.
- Ein technischer Austausch der GCF Task Force wurde wegen der Brände von Westkalimantan nach Bogor, Java, verlegt.
Die indigene Aktivistin und Filmemacherin Kynan Tegar sprach im Mongabay Newscast über Brände in Kalimantan, dem indonesischen Teil der Insel Borneo. Sie sagte, die Brände seien absichtlich von Agrarkonzernen gelegt worden. Mongabay berichtete, dass in diesem Jahr bislang etwa 48.000 Hektar (etwa 119.000 Acres) Land gebrannt haben.
Ein am selben Tag von Mongabay veröffentlichter Kommentar nannte eine höhere Zahl für Indonesien. Dessen Autor schrieb, dass nach jüngsten Berichten in der ersten Hälfte dieses Jahres mindestens 1,5 Millionen Acres (über 607.000 Hektar) Land in Indonesien brannten und dass die aktuelle Bilanz deutlich über 2 Millionen Acres (mehr als 809.000 Hektar) liegen könnte. Die im Podcast genannte Zahl wurde im Zusammenhang mit Bränden in Kalimantan berichtet; die Zahl im Kommentar bezog sich auf Indonesien. Der Autor des Kommentars arbeitet bei der Governors' Climate and Forests Task Force.
Kynan sagte, der Prozess, der zu den Bränden führte, habe um die 1970er Jahre begonnen, als das Regime der Neuen Ordnung unter Suharto Land als Konzessionen an Unternehmen verpachtete. Sie sagte, dazu gehörten Holzeinschlag, Palmölkonzessionen und Goldminen. Sie sagte, Konzerne hätten mehr als 1 Million Hektar (2,5 Millionen Acres) Moorland entwässert, und der verringerte Zugang zu Süßwasser für indigene und lokale Gemeinschaften sei eine Auswirkung, die weniger Beachtung finde und durch den Klimawandel und El Niño verschlimmert werde.
Kynan sagte, seit Juli käme es zu Bränden. Sie veröffentlichte 2024 ein Spoken-Word-Musikvideo, „Earth Defender“, über ihre Gemeinschaft Sungai Utik, deren Bevölkerung das Land seit mehr als 100 Jahren verteidigt. Sie sagte, die Erzählung besage, dass alle 48 Stunden ein Erdverteidiger sein Leben verliere, während er Land, Wälder, Ökosysteme und Familien schütze.
Kynan, eine Transfrau, sagte, die Entscheidung des indonesischen Präsidenten, die „Verbreitung von LGBTQ-Kultur“ als nichtmilitärische staatliche Bedrohung einzustufen, habe ihr Engagement beeinträchtigt und sie dazu gebracht, zu hinterfragen, wie viel sie sich äußern könne. Sie sagte, der Gesetzentwurf für indigene Völker, der die rechtliche Anerkennung von Gewohnheitsland verspricht, hänge seit 16 Jahren im Parlament fest. Sie sagte, sie sehe darin keine Elemente, die die historische Ungleichheit beheben würden, mit der indigene Völker konfrontiert gewesen seien.
Der Autor des Kommentars schrieb, er habe im Oktober 2006 Einheimischen geholfen, Brände im Tanjung-Puting-Nationalpark in Zentralkalimantan mit Besen, Rucksackpumpen und Schläuchen zu bekämpfen, die an handgegrabene Wasserbrunnen angeschlossen waren, und zwar zusammen mit der NGO Friends of Nature, People and Forests, einschließlich ihres Kalimantan-Programmleiters Basuki Santoso. Der Autor schrieb, diese Brände seien in einem schwachen El-Niño-Jahr durch El-Niño-bedingte Dürre, Brandrodung und andere Landrodung sowie den Grasbrandzyklus angetrieben worden. Der Autor schrieb, Experten zufolge sei derzeit ein Super-El-Niño im Gange, und ein kürzlich veröffentlichter Bericht habe eine Korrelation zwischen der Schwere eines El-Niño-Ereignisses und der Intensität der Brandsaison des folgenden Jahres festgestellt. Der Autor schrieb außerdem, ein zweitägiger Fachaustausch der GCF Task Force mit 100 Teilnehmern aus aller Welt sei wegen der anhaltenden Brände in letzter Minute von Westkalimantan nach Bogor, Java, verlegt worden, und die Reise sei durch den Ausbruch des Vulkans Anak Krakatau verzögert worden.
Hintergrund
Laut dem Kommentar entstehen schwere Wald- und Torfbrände in Indonesien aus einer Kombination von El-Niño-bedingter Dürre, Brandrodung und anderer Landrodung sowie dem Grasbrandzyklus. Der Autor schrieb, dass im Jahr 2006, einem schwachen El-Niño-Jahr, weite Teile Südostasiens im Smog erstickten.
So titelten die Medien
So entstand dieser Artikel
Von unserer KI-Redaktion aus 1 unabhängigen Medien zusammengestellt und von einer separaten KI-Redaktion gegen die Quellen geprüft. Es wird nur berichtet, was in den Quellen steht. Fehler entdeckt? Alle Quellen sind unten verlinkt.
Sachliche Ergänzungen, Korrekturhinweise und weiterführende Primärquellen sind willkommen. Keine Beleidigungen oder Parteipropaganda.
Noch keine Beiträge vorhanden. Sei der Erste, der verifizierten Kontext beiträgt.
Leser-Debatte & Community-Fakten
0 Beiträge